Lange Zeit war ich mit dem Apple Thunderbolt Monitor sehr zufrieden. Er hat ein tadelloses Bild, ein tolles Design und viele Anschlussmöglichkeiten. 27 Zoll Bildschirm-Diagonale mit 2560 x 1440 Pixel reichten mir auch – fast.

Da ich im Webdesign mehrere Fenster geöffnet haben muss, stoße ich oft an die Grenzen. Als dann die Vorhersage kam, dass bald neue Monitore von Apple auf den Markt kommen, wurde ich hellhörig – der letzte Bildschirm (meiner) war Juli 2011 in Produktion gegangen (und wurde Juni 2016 eingestellt).

Als Zwischenlösung bot Apple im Shop dann eine Monitor-Reihe von LG an. Alle Thunderbolt- bzw. USB-C-tauglich. Doch erst ab 850,- Euro bzw. 1250,- in einer Größe, die ich benötigte. Also: zu teuer!

Ich konnte mir kaum vorstellen, dass es noch teuer werden wird, bis 2019 die neuen XDR-Monitore von Apple auf den Markt kamen: 5360,- Euro OHNE Standfuss. Den gibt es für 1070,- dazu. Geht’s noch? Sicher ist dies ein genialer Monitor mit 6K usw. Aber für den privaten Nutzer?

Also doch erstmal weiter mit dem alten Monitor arbeiten.

Da ich in der Corona-Zeit noch mehr Zeit vor dem Bildschirm und am Schreibtisch verbrachte, wurde mir klar – hier muss was passieren. Schreibtisch vergrößern und ein neuer Bildschirm an die Wand. Mein Apple MacBook von 2017 sollte zwar 2020 auch erneuert werden, doch durch Corona..

Günstige Alternative zum Apple Monitor (Cinema, Thunderbolt & XDR)

Nachdem dieser Vorsatz gefasst war, fingen die Vergleiche an. Erstmal meine Wish-List:

  • 32 Zoll
  • nicht curved
  • an der Wand montierbar
  • 400 – 700,- Euro
  • UHD-Auflösung (3840 x 2160)
  • Thunderbolt bzw. USB-C-Anschluss
  • HDMI
  • optisch ok
  • gute Bewertungen
  • und natürlich Mac/Apple tauglich!

Gerade der vorletzte Punkt brachte meine Entscheidungen immer zum Wanken. Es gab praktisch zu jedem Produkt auch negative Bewertungen.

Obwohl ja meine Liste nicht unbedingt außergewöhnlich erscheint, gab es fast kein Produkt, welches alle Punkte erfüllte.

Bis auf einen Monitor und da konnte ich trotz der eher unbekannten Marke „BenQ“ nicht widerstehen und kaufte ihn über Amazon für nur 430,- Euro*. Er ist nicht gerade ein optisches Highlight – unauffällig trifft es eher. Doch er erfüllt alle meine Bedingungen und so freute ich mich als 2-3 Tage später der Monitor eintraf.

Ausgepackt, VESA-Mount* an der Wand befestigt, Monitor dran geschraubt und Strom- und USB-C-Kabel angesteckt. Fertig!

Monitor für Mac: Meine Empfehlung BenQ!

Mein MacBookPro lief problemlos damit und das Bild war sehr farbenfroh und leuchtend. Dies habe ich dann aber relativ schnell auf einen anderen Modus gestellt, da es mir auf Dauer zu grell erschien. Dies geht sehr komfortabel über Tasten am Monitor.

Im Bild sieht man übrigens in der rechten Hälfte eine Website, die ich vor ca. 12 Jahren in Photoshop angelegt habe für 1024 Pixel in der Breite. Sieht vollkommen verloren aus, oder? 🙂

Fazit zu meinem Monitor für Mac

Ein gutes Arbeitstier für Privatleute, aber auch Nutzer wie mich, die als Freelancer viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen und kein Betriebsbudget wie SAP übrig haben.

Der Monitor kann leider mein MacBook nicht über USB-C laden (das 15 Zoll hat einen zu großen Akku), doch da ich eh ein Thunberbolt-Hub* im Einsatz habe, fällt das nicht auf.

Der Monitor hat kleine Lautsprecher integriert, von denen man natürlich nicht viel erwarten kann. Für mich reichen sie völlig.

Und noch eine Besonderheit: Nach 3 Monaten hatte ich leider eine ganze Spalte Pixelfehler (siehe Bild) auf dem Schirm. Dies kann passieren, sieht aber furchtbar aus. Also den BenQ-Support angeschrieben und innerhalb von 24 Stunden Antwort bekommen. Kurz darauf auch Unterlagen für den Versand in ein Reparatur-Center. Paket wurde von UPS abgeholt und 3-4 Tage später hatte ich einen neuen Monitor an der Wand.

Pixelfehler am BenQ-Monitor
Leider Pixel-Fehler – Doch der Support hat perfekt reagiert und geholfen!

Also für den Service kann ich ganz klar 5 Sterne vergeben!