Vor Kurzem las ich über eine Challenge, die das Lesen bzw. die Persönlichkeitsbildung fördern soll: Pro Woche ein Buch lesen!

Da ich seit Jahren immer gerne lese, rechnete ich meinen „Verbrauch“ für 2018 aus und kam auf etwa 40 Bücher. Durchaus steigerbar, dachte ich mir und nahm die Challenge für 2019 an: 52 Bücher lesen.

Hier finden Sie also die (noch unvollständige) Liste. Jeder Listeneintrag entspricht ungefähr der Kalender-Woche; manche Bücher sind natürlich länger, so dass auch die Zeit fürs Lesen länger ist. Meistens lese ich aber sowie 2 – 3 Bücher parallel 😉

Am Ende jeder Beschreibung ist ein Link zu Amazon, über den ich beim Kauf Ihrerseits eine kleine Provision erhalte.

1. Warren Buffet: Das Leben ist wie ein Schneeball

Eine Biografie zum Altmeister der Finanzen. Nachdem ich mich mal wieder mehr dem Thema Geldanlage gewidmet habe, stieß ich in meinen Recherchen auf dieses Buch. Nicht wirklich ein Ratgeber, sondern eher eine Biografie.

Aufgerollt wird seine gesamte Kindheit, Vater- und Mutterbeziehung und sein frühes Verhältnis zu Geld bzw. zum Geldverdienen. Angefangen über Zeitungen austragen und einfaches Sparen über das Vermieten von Flipper-Automaten bis hin zu ausgefallenen Kapitalmarktanlagen und Übernahmen.

Abgerundet wird das Ganze durch viele persönliche Bemerkungen und nette Anekdoten: „Als Kind notierte ich mir die Nummernschilder der vorbei fahrenden Autos nebst Uhrzeit. Da wir am Anfang einer Sackgasse wohnten und am Ende der Straße ein Bank war, hätte es gut sein können, dass ich bei einem Überfall die Nummer des Diebes aufgeschrieben hätte!“

Auch sonst bekommt man einen (positiven) Eindruck von einem Investor, der unglaublich gut mit Zahlen umgehen kann, aber der eben doch ein Mensch ist und sich über Liebe und Zuneigung freut genauso wie jeder andere Mann auch. Er ist bescheiden und scheut das Risiko und Kredit und verabscheut die hohen Boni der Finanzgurus seiner Branche. 
Über Geldanlagen lernt man nicht so viel. Lediglich keimt in einem der Wunsch genauso geduldig den eigenen Wohlstand anzugehen.

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2. Luis Pazos: Bargeld statt Buchgewinn

Über die Website https://nurbaresistwahres.de bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Im Moment verfolge ich gerade bei meiner Depot-Ausrichtung die Dividenden-Strategie und dieses Buch sollte mich dabei unterstützen.

Erstmal war ich angenehm von dem wissenschaftlichen Schreibstil beeindruckt. Lange Sätze, aber doch verständlich. Inhaltlich ging es vorwiegend um Anlagen, die nur außerhalb Europas (vornehmlich in den USA) getätigt werden können. Es kamen dabei viele Gesellschafts-Konstrukte zum Vorschein, von denen ich noch nie gehört hatte.

Business Development Companies, Master Limited Partnership, Income Trusts usw. Jede Form profitiert von bestimmten Gesetzgebungen, die Steuererleichterungen bieten und hohe Ausschüttungsquoten mit sich bringen. Im Prinzip nicht schlecht, doch ohne Depot in den USA kaum zu handeln und meistens besteht nur ein enger Markt (geringe Handelsvolumina). 

Wenn man sich die Kosten für die Zeit (Informationen sammeln, Auswahl treffen, Depot einrichten, Steuervorteile bzw. Quellensteuer wieder zurückholen, Formulare ausfüllen) gegenüber den Risiken (bis hin zum Totalverlust) klar macht, reizen mich selbst die teilweise bis zu 12 Prozent Dividende GAR nicht.

Mal im Ernst, es wird eine Schifffahrtsaktie erwähnt, die eine hohe Dividende auszeichnet. Sie ist sogar über Deutschland handelbar mit einigermaßen Umsatz und zählt zu den größten Firmen in dieser Klasse. Doch gerade in dieser Branche (wo man sich als Normalbürger eigentlich gar nicht auskennen kann), kann so ziemlich alles schief gehen.. Trotzdem, es wird natürlich auf die Risiken hingewiesen.

Ein anderer Punkt: Man sollte als Minimal-Anlage für ein Investment 3000,- Euro anlegen, sonst würden die Gebühren zu sehr an den Profiten knabbern. Er führt es weiter mit einer Minimalanzahl von 20 bis 30 Aktien im Depot. So kommt man dann auf eine Summe von ingesamt 60.000 bis 90.000 Euro. Soviel hat normalerweise niemand übrig.

Wer dies hat, braucht das Buch eigentlich nicht, denn das komplette Geld in solche Anlagen zu investieren, stufe ich als höchst riskant ein. Einen kleinen Teil, den man verschmerzen kann, schon eher, aber sicher nicht alles.

Zusammenfassend fand ich das Buch sehr aufschlussreich, denn über die meisten Investments hatte ich bis Dato noch nie gehört. Trotzdem sollte man in der Umsetzung vorsichtig sein, denn bei Gesetzesänderungen können die genannten Gesellschaften von heute auf morgen obsolet werden.

Einen Titel habe ich mit ins Depot genommen: Ares Capital (WKN A0DQY4). In Deutschland handelbar mit vertretbaren Umsätzen und Dividende von 10%.

Ich halte die Dividendenstrategie mit dem Erwerb von Firmen-Aktien am sinnvollsten. Hier ist keine ominöse Finanz-Struktur im Einsatz, die schwer zu verstehen ist.

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3. J.A. Konrath: Sterbenshauch

Mein Lieblingsautor aus dem Thriller-Genre hat den zweiten Teil der Phineas Troutt Reihe veröffentlicht. In alter Manier treffen Jack, Phin und Harry aufeinander, um einen Ring von Männern ordentlich eins zu verpassen, die Frauen verschleppen, vergewaltigen, töten und dann vergraben und das über mehrere Jahre hinweg unentdeckt!

Das Buch wird jeweils aus Sicht der einzelnen Ermittler geschrieben, so dass man auch die Gedanken jeder Figur mitbekommt. Ein netter Einfall und kurzweilig.
Alle Daumen hoch für gute Unterhaltung 🙂

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4. Gary Keller: The One Thing

Gute Bücher kann man durchaus mehrfach lesen. Daher nahm ich diesen Titel erneut zur Hand. Immer lesenswert!

Eine ausführliche Beschreibung habe ich bereits geschrieben.

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5. Haruki Murakami: 1q84 Teil 3

Auch der dritte Teil konnte mich überzeugen. Die beiden Hauptakteure finden zum Ende endlich zusammen und manche Dinge können einen vierten Teil vorstellbar machen. Da freu ich mich drauf! 

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6. Matthey Syed: Black Box Thinking

Leider nur zu 20% gelesen, da es mich nicht fesselte. Zuviel Statistik und manches in meinen Augen zu detailliert betrachtet. Ich benötige nicht unzählige Beweise für ein Statement. Schweren Herzens abgebrochen (ich mache das nur selten, weil ich immer denke, es muss was gutes kommen).

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7. Luis Pazos: Investieren in REITs

Der Autor gibt einen Überblick über alle Formen von REITS (Real Estates Investments Trust): REIT Baby Bonds, REIT Preferred Shares, Mortgage REIT , REIT Fonds, REIT Exchange Traded Notes.

Alle investieren direkt oder indirekt in Immobilien & Grundstücke aller Art weltweit oder in einem bestimmten Land. In Deutschland sind REITs nicht weit verbreitet und nur wenige an der lokalen Börse handelbar. Die meisten tummeln sich in den USA gefolgt von Kanada, Asien und Australien. Europa ist prinzipiell eher unterbesetzt. REITs haben den Vorteil, dass Ihre Gewinne von der Körperschaftssteuer befreit sind. Allerdings ist dies mit der Auflage verbunden einen Anteil von etwa 90% als Dividende auszuschütten.

Daher haben REITs von Natur aus sehr hohe Renditen, teilweise bis zu 20%, die sie oft sogar monatlich ausschütten. Allerdings geht das mit einem hohen Risiko einher. Wer an die Immobilienkrise 2007 und 2008 denkt, weiß wovon ich spreche..

Mir hat das Buch einen guten Einblick in das Thema gegeben. Doch eine Investition in REITs außerhalb von Deutschland ist fast unmöglich, da laut dt. Gesetz die Unterlagen des REIT in deutscher Form vorliegen müssen, ansonsten wird der Handel von Deutschland aus untersagt.

Einen REIT habe ich allerdings. Dieser wurde schon in dem anderen Buch von Luis Pazos vorgestellt: Der deutsche Hamborner REIT. 

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8. John Strelecky: Das Cafe am Ende der Welt

Ein nettes Buch. Ja nett ist die kleine Schwester von Scheixxe. Gut für jemanden, der noch nie ein Selbsterfahrungsbuch gelesen oder sich noch nie mit dem tieferen Lebenssinn beschäftigt hat.

Für alle anderen nett.

Ich habe es in einer Stunde und 15 Minuten gelesen, da ich keine Pausen zum Nachdenken brauchte. Die am Anfang auf der Speisekarte gestellten 3 Fragen konnte ich problemlos verstehen und beantworten. Dem Hauptakteur fiel es schwerer, daher halfen ihm die Besitzer des Cafes.

Nett, sehr nett.

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9. Patrick Hundt: Ich gönn‘ mir Freiheit

Der Autor sucht nach Antwort auf die Frage wie bin ich frei bzw. wieviel Geld gibt mir wieviel Freiheit? Ab wann ist man glücklich und welches Lebensmodell hilft dabei?

Dabei interviewt er zahlreiche Menschen und Paare, die in unterschiedlichen Phasen sind: Vollkommen frei und finanziell unabhängig, finanziell unabhängig aber doch nicht frei, mit wenig zufrieden und dadurch frei usw.

Manche rechnen ihren Tag der Unabhängigkeit aus, manche pfeiffen drauf und leben schon jetzt wie sie wollen. Doch Glück ist nicht immer gleichzusetzen mit finanzieller Freiheit, manche hadern damit. Eines haben aber fast alle gemeinsam: Sie haben sich ein ordentliche Polster angespart, was ihnen viele Unanehmlichkeiten erspart und zum Teil schon für ein gutes Zusatzeinkommen sorgt.

Das Buch gibt keinen Ratschlag, das ist gut so, denn Menschen sind sehr verschieden. Das wird durch die verschiedenen Menschen und Situationen sehr gut deutlich. Doch hilft es mir? Ich weiß es nicht – es ist gut geschrieben, doch es motiviert mich nicht, mein Leben anzugehen und etwas zu ändern. Vermutlich soll es das auch nicht..

Positive Anmerkung: Befragt wurde auch der Autor von „wir können auch anders“. Dieses Buch fand ich teilweise anmassend und selbstherrlich. Im Interview sagte er, dass er sich für manche Aussagen heute schäme. Ich finde das sehr gut, wenn sich Menschen weiter entwickeln und aus ihren Fehlern lernen und sie sogar noch zugeben.

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10. Albert Warnecke: Der Finanzwesir, Was Sie über Vermögensaufbau wirklich wissen müssen. Intelligent Geld anlegen und finanzielle Freiheit erlangen mit ETF und Index-Fonds: … Funds eine solide Altersvorsorge aufbauen

Der Blogger (finanzwesir.com) schreibt sehr umfassend über das Thema Geldanlage. Bequem und automatisch soll sie sein und am besten noch steuereinfach. Als Hauptempfehlung geht hervor: Keine Aktien kaufen, sondern in ETFs investieren, um das Marktrisiko zu minimieren. Dann natürlich noch festlegen wieviel Sicherheit man braucht. Also lieber nur 90% des gesamten Vermögens in Festgeld und 10% in ETF oder genau umgekehrt, wenn man einen Kurs-Verlust ertragen kann?

Gut finde ich, dass er bei den Basics anfängt: Was will ich überhaupt, wieviel kann ich sparen, wie ist meine Einstellung zum Geld, was für ein Risikotyp bin ich? Er klärt gut über die verschiedenen Finanzprodukte auf und stellt klar, dass es ohne Risiko keine hohen Erträge geben kann.

Außerdem soll man sich vor „Bankprodukten“ in Acht nehmen – hier verdient nur die Bank. Am besten also alles einfach halten und in einen ETF, der weltweit aufgestellt ist, per Sparplan monatlich investieren und natürlich auf die Kosten achten!

Mir persönlich war das meiste nicht neu, doch trotzdem hatte ich an dem Buch meine Freude, auch wenn ich die Anlage in ETF nur in kleinem Maße selbst vornehme. Ich bin eher ein Fan der Dividenden-Strategie 🙂

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11. Robin Sharma: Die geheimen Briefe des Mönchs der seinen Ferrari verkaufte

Letztes Jahr fand ich im Regal meiner Frau das Buch „Der Mönch, der seinen Ferrari verkaufte“. Der Titel hat mich beeindruckt, aber auch misstrauisch gemacht. Einfach zu reißerisch in meinen Augen – kann es inhaltlich überzeugen?

Mir hatte es gut gefallen, auch wenn vieles nicht wirklich neu ist (Reichtum ist nicht alles, achte auf deine Gesundheit und deine Familie, etc.). Nun entdeckte ich die Fortsetzung von dieser Reihe. Sie knüpft zwar inhaltlich nicht an die Handlung an, aber der Mönch kommt wieder vor und nimmt sich einem Verwandten an, der in seinen Augen auf dem falschem Lebensweg ist. Er schickt diese Person unter einem Vorwand auf eine Reise rund um die Welt, um Talismane und Notizen dazu einzusammeln.

Natürlich kommen auch hier wieder die üblichen Verdächtigen zur Sprache:

  • die Macht der Authentizität,
  • stelle dich deinen Ängsten,
  • lebe achtsam,
  • mache jeden Tag kleine Fortschritte,
  • um das bestmögliche Leben zu führen, muss man die bestmögliche Arbeit leisten,
  • wähle sorgfältig, welchen Einflüssen du dich aussetzt,
  • die schlichten Vergnügungen sind die besten,
  • der Sinn des Lebens ist das Lieben,
  • für etwas Größeres einstehen, was über einen selbst hinausgeht.

Trotzdem gut zu lesen und durch die Reisen bekommt man Einblicke in viele Kulturen.

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12. Benjamin Hardy: Willpower doesn’t work

Ich bin ein großer Fan von diesem Autoren. Es ist das erste Buch, was ich von ihm lese; bisher waren es lediglich die unzähligen guten Beiträge, die er über medium.com publiziert, die mir zusagten.

Das Buch untermauert diesen positiven Eindruck. Seit langer Zeit bin ich ein Verfechter der Willenskraft. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Es gibt etliche Sprüche, die diese These untermauern.

Doch stimmt das wirklich? Benjamin Hardy verneint dies vehement. Wenn Willenskraft nötig ist, dann stimmt etwas nicht mit unserer Umgebung und unserem Umfeld.

Das klingt logisch. Es fällt viel schwerer abzunehmen, wenn das Umfeld sich ungesund ernährt und unsportlich ist. Schon ist Willenskraft notwendig.

Ändert man hingegen seine Umgebung, fällt vieles einfacher.

Bevor man sich also mit (endlicher) Willenskraft bemühen muss, sollte man vielleicht man auf die Möglichkeiten einer Veränderung schielen. Das ist vermutlich einfacher..

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13. Kurt W. Zimmermann: Echte Golfer weinen nicht: Amüsantes von Fairway und Green

Ich bin Golfer. Leidenschaftlicher Golfer. Und als Golfer verschlingt man nahezu alles zu diesem Sport. Eben auch diesen Roman bzw. Ansammlung von Kurzgeschichten.

Es ist nicht mein erstes Buch, welches den Sport auf lustige Art und Weise beschreibt. „Endlich einstellig“ war eines der ersten (und besten, immer noch).

Doch nun zum Buch. Es ist schon amüsant, doch im Nachhinein hinterlässt es einen faden Geschmack. Nicht würzig und deftig genug würde ich sagen. Schade.

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14. John Updike: Golfträume

Erwischt, schon wieder ein Golfroman! 245 Seiten, analog, da nicht als eBook lieferbar. Na gut, dachte ich, mal wieder was fürs Bücherregal, obwohl ich den Kindle-Reader normalerweise vorziehe.

Eigentlich bin ich ein Fan von dem Autoren. Die Rabbit-Reihe habe ich komplett gelesen und war vom Stil sehr angetan (ist mir in Erinnerung geblieben, ist schon mindestens 15 Jahre her).

Die ersten Kapitel lasen sich gut. Wie im vorigen beschriebenen Golfbuch handelt es sich auch um Kurzgeschichten. Netter Stil und unterhaltsam. Doch nach und nach ließ der Zauber nach. Immer mehr störte mich, dass der Inhalt (1996 veröffentlicht) aus den 50iger Jahren stammen müßte. Die meisten Namen der Spieler sagten mir gar nichts und etwas positives ableiten konnte ich daraus auch nicht.

Dann kamen noch zahlreiche Abschnitte direkt aus den Rabbit-Romanen. Eins zu eins! Da fragt man sich doch warum? Um noch schnell und mit wenig Aufwand etwas extra Kohle zu machen? 😉

Auch andere Kapitel sind anscheinend bereits in Zeitschriften veröffentlicht worden.

Na gut, ich habe es bis zum Ende gelesen und bin nicht wirklich zufrieden. Also keine Lese-Empfehlung!

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15. Hendrik Lennarz: Growth Hacking mit Strategie

Seit langem mal wieder ein Fachbuch. Meistens bilde ich mich ja über Online-Artikel weiter oder lerne von Problemen, die mir im Programmieralltag begegnen.

Das Thema Growth Hacking ist mir schon lange bekannt, weil ich seit 2013 eigene Blogs betreibe, die natürlich auch wachsen mussten. Über Neil Patel und Pat Flynn aus den USA bekam ich reichlich Input und Ideen. Nicht jeder Anreiz davon passte für meine Produkte, doch das ist ja klar.

Nun war ich gespannt auf Ideen, die von einem deutschem Autor kommen. Die Bewertungen bei Amazon sind überwältigend („auch als Experte habe ich noch viele tolle Tipps erhalten“) – also schlug ich zu, trotz des hohen Preises.

Und? Das Ergebnis ist ernüchternd. Die Einleitung und ersten Kapitel sind ja noch gut, da nicht jeder gleich was mit dem Begriff Growth Hacking anfangen kann. Dann geht es aber weiter mit dem Aufbau von agilen Teams, Product Market Fit, AB-Testing, Growth by Engineering, Customer Success Management usw..

Das ist alles ganz nett und manchmal auch mit guten Beispielen hinterlegt, doch ich hatte das Gefühl, dass sobald es interessant wurde das Thema abgewürgt worden ist, ohne in die Tiefe zu gehen.

Vieles betrifft auch nicht unbedingt das Thema, sondern die Evaluierung, ob ein Produkt überhaupt marktfähig ist. Das sollte ja selbstverständlich sein und vorher entsprechend überprüft werden. Gehört nicht unbedingt ins Buch.

Der Untertitel „wie erfolgreiche Startups und Unternehmen mit Growth Hacking ihr Wachstum beschleunigen“ macht Hoffnungen, die nicht erfüllt werden.

Wenn ich mir vorstelle ich hätte ein Unternehmen mit vielen Mitarbeitern und würde dieses Buch lesen, wäre ich kaum schlauer als vorher. Es würde darauf hinauslaufen, dass genau wie bei den UX-Maßnahmen nur das nötigste gemacht wird und ein Mitarbeiter damit beauftragt wird „mach Du mal jetzt Growth Hacking“.

Es wäre schön, wenn Tipps aufgezeigt worden wären, die ein kleines Team /Startup stemmen kann, ohne gleich eine Struktur und Budget wie SAP, BMW oder andere große Firma aufweisen zu müssen.

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