Nun haben wir alles über die Umsetzung einer Website erfahren, doch wie man ein CMS oder eine programmierte Website „online“ bekommt, wurde bisher noch nicht geklärt.

Egal, ob es sich um ein CMS oder statische Webseite handelt, man muß immer eine Web-Adresse (Domain-Namen wie z. B.: http://philippkuhlmann.de) reservieren und monatlich einen gewissen Betrag bezahlen. Normalerweise übernimmt das ein Dienstleister wie 1und1, Allinkl., Strato oder andere. Doch eine Adresse alleine reicht noch nicht, denn man benötigt noch eine Speichermöglichkeit und bestimmte Programmiersprachen, die unterstützt werden sollen. Die Speichermöglichkeit ist für die Dateien und Bilder die abgerufen werden sollen und die Sprachen sind wichtig, damit z. B. ein CMS auch funktioneren kann.

Die einfachsten Anforderungen für einen Webauftritt

  • Speicherplatz für ca. 200 MB
  • Unterstützung von html und php (für die Seiten und z. B. ein Formular)
  • mehrere Mail-Accounts möglich (damit Ihre Mail-Adresse nicht irgendwas@web.de heißt, sondern irgendwas@IhreDomain.de)
  • FTP-Zugang zum Hochladen Ihrer Web-Dateien

Diese Anforderungen sollte jeder aktueller Anbieter (auch Hoster genannt) erfüllen und preislich bei etwa 1 – 2 Euro im Monat liegen. Sie können damit allerdings kein gängiges CMS wie Joomla, Typo3 oder Drupal installieren, weil dafür noch eine Datenbank notwendig ist.

Normale Anforderungen für einen Webauftritt

  • Speicherplatz bis 1.000 MB
  • Unterstützung von html, php, MySQL (letzteres für Datenbanken)
  • mehrere Mail-Accounts möglich (damit Ihre Mail-Adresse nicht irgendwas@web.de heißt, sondern irgendwas@IhreDomain.de)
  • FTP-Zugänge zum Hochladen Ihrer Web-Dateien
  • komfortable Installationsmöglichkeit für gängige CMS- und Blog-Systeme per Maus-Klick (keine manuelle Erstellung von Datenbank und Hochladen und Anpassung der Systeme notwendig)

Hier müssen Sie mit ca. 5 Euro im Monat rechnen. Doch achten Sie darauf, dass der Hoster Ihr CMS nicht nur unterstützt, sondern dass es auch mit akzeptabler Geschwindigkeit läuft. Ein Kunde von mir hatte eine Joomla-Installation bei Strato, die extra von Strato als solche beworben wurde. In der Praxis gab es aber einige Probleme bei weiteren Anpassungen und besonders bei der Ladezeit der Website.

Gerade, wenn Sie mit einer hohen Besucherzahl rechnen (>1.000 am Tag), sollten Sie mit einem virtuellen Server liebäugeln. Dieser kostet zwar zwischen 10,- und 30,- Euro im Monat, doch Sie haben die volle Kontrolle und eine gute Ladezeit sicher. Auch wenn man mehrere Domains verwalten und/oder pflegen möchte, ist damit gut bedient.

Nun noch eine kleine Warnung am Rande: Bitte laden Sie keine unfertige Webseite auf Ihre Domain. Auch wenn Sie vermutlich keinen Traffic haben werden, können sich schon die ersten Besucher auf Ihre Adresse verirren. Diese finden dann nur unvollständige oder gar nicht funktionierende Seiten vor – schon haben Sie Ihren ersten Eindruck von Ihnen und zwar einen negativen!

Verwenden Sie also lieber das typische Baustellenschild mit einem realitstischen Zeit-Hinweis, wann Ihre Seite online sein wird. In der Zwischenzeit testen Sie Ihre Seite nur lokal und laden Sie hoch, wenn Sie komplett fertig ist.

Eine weitere Lösung statt lokaler Installation besteht darin, die Website in einem Ordner Ihrer Domain abzulegen: Legen Sie einen Ordner an z. B. namens „test“ und legen dort Ihre Dateien ab. Ihre Website ist dann erreichbar unter http://www.IhreDomain.de/test . Diese Adresse wird niemand versehentlich eingeben und wenn doch, weiss er, dass er mit einer unfertigen Seite zu rechnen hat.

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