Nach langer Zeit war mal wieder ein Online-Shop von zwei Kunden gewünscht. Nach ein wenig Recherche blieb das kostenlose Magento übrig – auch die Klienten hatten nur gutes davon gehört:

  • modular aufgebaut
  • große Community
  • hat einen Preis für bestes freies Shopsystem gewonnen
  • flexibel bzw. gut anpassbar

Nach etwas Stöbern bei Amazon landete dann das Magento-Buch von Steireif und Rieker auf meinem Schreibtisch. Leider war das Buch nicht wirklich hilfreich. Das fing schon mit der Installation auf dem Webserver an. Hier gibt es einige Hürden zu nehmen bzw. Rechte  und htaccess-Dateien anzupassen. Überhaupt scheint sich das Buch eher an „Shopbetreiber“ zu richten als an „Designer und Programmierer“.  Es gibt zwar auch Kapitel für CSS- und Template-Umschreibungen, aber im großen und ganzen fühlte man sich auch damit eher allein gelassen.

Zudem stellte ich bei der Online-Recherche fest, dass das Magento-Wiki andere Vorgehensweisen empfiehlt als im Buch beschrieben. Das las ich, als ich schon fast alles fertig hatte.

Mein Fazit:
Magento ist ein sehr mächtiges Tool, doch

  • erfordert eine lange Einarbeitungsphase,
  • man muss viel technisches Know-How in Bezug auf Datei-Rechte und Servereinrichtung mitbringen
  • das Forum auf magentocommerce.com bzw. die ganze Seite baut sich langsam auf
  • eine deutsche Übersetzung ist noch nicht komplett bzw. man muss per Hand einiges nachbessern
  • auf normalen dedizierten Webservern läuft der Shop sehr sehr langsam – ein eigener Server ist angebracht.

Da ich nun aber die Hürden kenne, werde ich auch den nächsten Shop damit machen – es soll ja in Zukunft alles besser werden bei Magento 😉